Gemeinsam üben, voneinander lernen und die Zusammenarbeit stärken – genau das stand bei der ersten gemeinsamen Stationsübung unseres Unterabschnittes Ladendorf im Mittelpunkt.
Am 26. September 2026 fand im Unterabschnitt Ladendorf erstmals eine gemeinsame Übung in Form eines Stationsbetriebes statt. Insgesamt 52 Feuerwehrmitglieder nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen in unterschiedlichen Bereichen des Feuerwehrdienstes aufzufrischen, neue Techniken kennenzulernen und diese auch praktisch anzuwenden.
An vier abwechslungsreich gestalteten Stationen wurden unterschiedliche Themen und Einsatzszenarien behandelt. Die einzelnen Stationen wurden von den Feuerwehren des Unterabschnittes vorbereitet und betreut.
Richtiges Absichern von Einsatzstellen
Die FF Herrnleis widmete sich dem richtigen Absichern von Einsatzstellen. Zu Beginn konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem kurzen „Kreuzerltest“ ihr vorhandenes Wissen überprüfen. Anschließend wurden unterschiedliche Möglichkeiten zur Absicherung besprochen und praktisch durchgeführt.
Neben der richtigen Positionierung von Einsatzfahrzeugen und Absicherungsmitteln wurde auf verschiedene Gefahrenstellen eingegangen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den notwendigen Absperrmaßnahmen bei Schadstoffaustritten.
Schonende Menschenrettung und verunfallte Atemschutzgeräteträger
Eine umfangreiche Sanitätsschulung wurde von der FF Grafensulz vorbereitet. Vier Sanitäter zeigten verschiedene Möglichkeiten, Personen möglichst schonend und patientengerecht aus Kraftfahrzeugen zu retten. Bei praktischen Übungen konnten unterschiedliche Vorgehensweisen ausprobiert und wichtige Handgriffe gefestigt werden.
Ein weiterer Teil dieser Station beschäftigte sich mit der Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers. Dabei wurden die besonderen Herausforderungen besprochen und praktisch gezeigt, wie ein mit Atemschutzgerät ausgerüstetes Feuerwehrmitglied rasch und gleichzeitig möglichst schonend gerettet werden kann.
Menschenrettung aus der Höhe mit einfachen Mitteln
Die FF Pürstendorf beschäftigte sich mit der Menschenrettung aus Höhen und Tiefen. Dabei wurde gezeigt, dass auch mit einfachen, bei den Feuerwehren vorhandenen Mitteln eine sichere und wirkungsvolle Rettung durchgeführt werden kann.
Neben der richtigen Sicherung der Einsatzkräfte standen vor allem das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft sowie ein möglichst einfacher und sicherer Aufbau im Mittelpunkt. Die praktische Durchführung zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, auch grundlegende Techniken regelmäßig zu üben, damit diese im Ernstfall rasch und sicher angewendet werden können.
Tür- und Fensteröffnungen
Die vierte Station wurde gemeinsam von der FF Neubau und der FF Ladendorf gestaltet. Im Mittelpunkt standen verschiedene Möglichkeiten zur Tür- und Fensteröffnung.
Mit teilweise sehr einfachen Hilfsmitteln wurde beispielsweise gezeigt, wie ein gekipptes Fenster geöffnet werden kann, ohne unnötigen Schaden zu verursachen. Ebenso wurde das fachgerechte Aufbohren von Schließzylindern vorgeführt und anschließend von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst geübt.
Gerade bei zeitkritischen Einsätzen, etwa wenn sich hilflose Personen hinter verschlossenen Türen befinden, können diese Techniken einen raschen Zugang ermöglichen.
Erfolgreicher Auftakt für das neue Übungsformat
Zum Abschluss bedankte sich Unterabschnittskommandant HBI Martin Epp bei allen 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie bei den beteiligten Feuerwehren für die Vorbereitung und Ausarbeitung der einzelnen Stationen.
Die Rückmeldungen zum neuen Übungsformat fielen durchwegs positiv aus. Besonders der abwechslungsreiche Stationsbetrieb und die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit mehrere unterschiedliche Themenbereiche praktisch zu bearbeiten, fanden großen Anklang.
Aufgrund des gelungenen Auftakts soll dieses gemeinsame Übungsformat auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Neben der fachlichen Weiterbildung steht dabei vor allem die Zusammenarbeit der Feuerwehren im Unterabschnitt Ladendorf im Mittelpunkt. Denn gerade im Einsatzfall sind ein eingespieltes Vorgehen und eine gute feuerwehrübergreifende Zusammenarbeit von großer Bedeutung.




